| Häufig gestellte
Fragen
Sind Burschenschaften zeitgemäß?
Burschenschaften entsprechen zunächst definitiv
einem nicht: dem Zeitgeist. Auf der anderen Seite werden
Entscheidungen in Conventen mehrheitlich und basisdemokratisch
verabschiedet. Mit der Übernahme von Aufgaben
und Verantwortung für die Verbindung sowie der
Ausarbeitung von Vorträgen erwerben die Mitglieder
quasi spielerisch Erfahrung in Organisation, Mitarbeiterführung
und Präsentationstechniken. Dies kann man sicherlich
auch in anderen Vereinen lernen – bei uns sieht’s
aber schicker aus! Und durch den regen Austausch zwischen
jungen und alten Mitgliedern gibt es einen Generationenvertrag
im Kleines gratis dazu.
Fechtet ihr oder bekommt man bei euch Schmisse?
Als Burschenschaft im Schwarzburgbund stehen wir in
der Tradition der konfessionellen Korporationen,
die seit dem 19. Jh. aus christlichen Motiven das
damals herrschende Duellunwesen ablehnten. Auch wenn
heutzutage das studentische Fechten nach strengeren
Regeln praktiziert wird, ist unseren Mitgliedern
die Mensur untersagt. Schmisse sieht man daher bei
uns maximal nach einer hektischen Naßrasur.
Wieviel Bier muß man vertragen?
Wohl selten hat sich eine gesellschaftliche Schicht
für ihre Trinksitten ein schriftliches Regelwerk
in Gestalt des „Allgemeinen Deutschen Biercomment“ mit über
XX Paragraphen zugelegt. Die B! Albinia unterliegt
jedoch keinem Trinkzwang, unsere Mitglieder sind
vielmehr dem Mäßigkeitsprinzip verpflichtet.
Bier ist zwar das übliche Getränk auf Kneipen
und Commersen (das sind Veranstaltungen), jedoch
kann der Einzelne je nach Geschmack auch gerne auf
Alkoholfreies oder Wein ausweichen.
Wie wird man Mitglied?
Bei Interesse erfolgt zunächst eine sogenannte
Aktivmeldung, über die der Convent ( Mitgliederversammlung)
mit einfacher Mehrheit entscheidet. Danach ist man
zunächst „Fux“, dies ist eine Mitgliedschaft
auf Probe, in der beide Seiten schauen können,
ob man zueinander paßt. Nach 2 Semestern und
einer Prüfung wird man Bursche und ist damit bereits
vollberechtigtes Mitglied der Verbindung. Nach Beendigung
des Studium wird man „ Alter Herr“ und
damit Mitglied im Philisterverein der Verbindung .
Seid ihr rechtsradikal?
Die Frage zum hartnäckigsten Vorurteil, daß
in den vergangenen Jahrzehnten aufgebaut wurde und durch
ständige Wiederholungen nicht richtiger wird. Der
Vorwurf einer Rechtsradikalität trifft weder auf
den überwiegenden Teil der Studentenverbindungen
noch auf unsere Burschenschaft zu. Eine rechtsradikale
Gesinnung oder Betätigung ist unvereinbar mit den
Grundsätzen der Burschenschaft Albinia und wir
in unseren Reihen nicht toleriert.
Kommt man über euch an einen Job?
Allein die Mitgliedschaft in einer Burschenschaft stellt
heutzutage keine Arbeitsplatzgarantie dar, wenn es
diese denn je gegeben haben soll. Falls es Couleurstudenten
dennoch leichter haben sollten beim Berufseinstieg,
liegt das nicht zuletzt an den in der Verbindung
erlernten Zusatzqualifikationen: Teamfähigkeit,
Verantwortungsbereitschaft, sicheres Auftreten und
andere soziale Kompetenzen. Die oft deutschlandweiten
Kontakte zu Bundesbrüdern können aber vielleicht
manchmal den nötigen Tip bringen und den Einstieg
ins Berufsleben erleichtern. |