| Geschichte
In Ostdeutschland waren Studentenverbindungen sowohl
im Dritten Reich als auch in der ehemaligen DDR verboten.
Mit ihren basisdemokratischen Strukturen und ihrer
auf Eigenständigkeit ausgerichteten Tradition
paßten Korporationen nicht in totalitäre,
gleichschaltende Systeme.
Bereits kurz nach dem Fall der Mauer gab es Bestrebungen,
die vor dem Krieg in Dresden aktive SB-Verbindung,
die Studentische Gemeinschaft Rauenstein, wieder ansässig
zu machen. Da diese jedoch seit 1976 in Dortmund eine
neue Heimat gefunden hatte, entschlossen sich interessierte
Dresdner Studenten und Mitglieder des Scharzburgbundes
zur Gründung einer neuen Verbindung, die am 2.
März 1991 erfolgte.
In den darauf folgenden Semestern nahm das Verbindungsleben
in der Albinia einen kontinuierlichen Aufschwung. Fanden
die Treffs zunächst in der Wohnung eines Bundesbruders
und einer Dresdner Kneipe statt, konnte 1993 eine erste
Konstante in einem selbst ausgebauten Kellerraum in
der Kleiststraße bezogen werden. Dank eines Bundesbruders
der B! Sugambria Köln, der kostenlos ein wesentlich
komfortableres Kellerdomizil zur Verfügung stellte,
erfolgte 1994 der Umzug in die Radeberger Straße.
Durch rege Kontakte zu anderen SB-Bünden und
ein intensives interkorporatives Leben in Dresden entwickelte
sich die Albinia trotz ihres jungen Alters schnell
zu einer respektierten und respektablen Verbindung.
In der im Vergleich zu den westdeutschen Universitätsstädten
kleinen Dresdner Korporationsszene trugen die Albinen
als SB-Verbindung viel zum damals sehr guten Verhältnis
zwischen den unterschiedlichen Bünden bei. 1998
richtete die Albinia – mit dem logistischen Nachteil
des Nichtvorhandenseins eines eigenen Hauses – die
Fuxmajorstagung für ca. 70 Aktive des SB aus.
Auch die Nachwuchsgewinnung lief trotz obigen Nachteils
befriedigend, so daß aus den neun Gründungsmitgliedern
bis zum 9. Stiftungsfest im April 1999 fast 30 Albinen
wurden.
Leider wurde die Aktivitas der B! Albinia nach dem
Austritt einiger Bundesbrüder im Jahre 2000 vertagt,
so daß das heutige Verbindungsleben auf die Aktivitäten
des Philistervereins beschränkt ist. Als feste
Institutionen finden pro Jahr das Stiftungsfest in
Dresden sowie ein Herbsttreffen an wechselnden Orten
statt. Darüber hinaus bieten die regelmäßigen
SB-Veranstaltungen immer wieder Gelegenheit, alte Freundschaften
aufzufrischen.
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