© Albinia Dresden 2004  
 
 
 
Geschichte

In Ostdeutschland waren Studentenverbindungen sowohl im Dritten Reich als auch in der ehemaligen DDR verboten. Mit ihren basisdemokratischen Strukturen und ihrer auf Eigenständigkeit ausgerichteten Tradition paßten Korporationen nicht in totalitäre, gleichschaltende Systeme.

Bereits kurz nach dem Fall der Mauer gab es Bestrebungen, die vor dem Krieg in Dresden aktive SB-Verbindung, die Studentische Gemeinschaft Rauenstein, wieder ansässig zu machen. Da diese jedoch seit 1976 in Dortmund eine neue Heimat gefunden hatte, entschlossen sich interessierte Dresdner Studenten und Mitglieder des Scharzburgbundes zur Gründung einer neuen Verbindung, die am 2. März 1991 erfolgte.

In den darauf folgenden Semestern nahm das Verbindungsleben in der Albinia einen kontinuierlichen Aufschwung. Fanden die Treffs zunächst in der Wohnung eines Bundesbruders und einer Dresdner Kneipe statt, konnte 1993 eine erste Konstante in einem selbst ausgebauten Kellerraum in der Kleiststraße bezogen werden. Dank eines Bundesbruders der B! Sugambria Köln, der kostenlos ein wesentlich komfortableres Kellerdomizil zur Verfügung stellte, erfolgte 1994 der Umzug in die Radeberger Straße.

Durch rege Kontakte zu anderen SB-Bünden und ein intensives interkorporatives Leben in Dresden entwickelte sich die Albinia trotz ihres jungen Alters schnell zu einer respektierten und respektablen Verbindung. In der im Vergleich zu den westdeutschen Universitätsstädten kleinen Dresdner Korporationsszene trugen die Albinen als SB-Verbindung viel zum damals sehr guten Verhältnis zwischen den unterschiedlichen Bünden bei. 1998 richtete die Albinia – mit dem logistischen Nachteil des Nichtvorhandenseins eines eigenen Hauses – die Fuxmajorstagung für ca. 70 Aktive des SB aus. Auch die Nachwuchsgewinnung lief trotz obigen Nachteils befriedigend, so daß aus den neun Gründungsmitgliedern bis zum 9. Stiftungsfest im April 1999 fast 30 Albinen wurden.

Leider wurde die Aktivitas der B! Albinia nach dem Austritt einiger Bundesbrüder im Jahre 2000 vertagt, so daß das heutige Verbindungsleben auf die Aktivitäten des Philistervereins beschränkt ist. Als feste Institutionen finden pro Jahr das Stiftungsfest in Dresden sowie ein Herbsttreffen an wechselnden Orten statt. Darüber hinaus bieten die regelmäßigen SB-Veranstaltungen immer wieder Gelegenheit, alte Freundschaften aufzufrischen.





   
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